Einer neuen Studie des Verbraucherministeriums ernährt sich unsere Jugend nicht gesund genug.
“Die junge Generation trinkt zu viele gesüßte Getränke und isst zu viele Süßigkeiten”, verlautet es aus dem Verbraucherministerium in Berlin.
Zu diesem Ergebnis kam die Ernährungsstudie “Eskimo”. Kinder und Jugendliche essen 86 Prozent mehr als die empfohlenen Mengen. Vor allem betroffen ist dabei der Verzehr von Süßwaren, Knabberartikel, süßes Frühstück und Limonaden in zu großen Mengen.
Jungen von 12 bis 17 Jahren nehmen demnach zu viel Fett und zu viel Fast Food Fleisch und Wurst zu sich.
Obst und Gemüse stehen der Studie zu Folge zu wenig auf dem Speiseplan. Von den 6- bis 11-Jährigen essen nur 6 Prozent der Jungen und 7 Prozent der Mädchen die empfohlene Menge an Gemüse.
Beim Obst sieht es etwas besser aus. Hier isst die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen immerhin etwa 50 Prozent der empfohlenen Obstmenge. Mädchen essen im Durchschnitt mehr Obst und Gemüse als Jungen.
Die Studie wurde durchgeführt vom Robert-Koch-Institut und der Universität Paderborn. Es wurden dabei im vergangenen Jahr knapp 2.000 Kinder zwischen 6 und 17 Jahren bundesweit befragt.
Bundesverbraucherschutzminister Horst Seehofer (CSU) stellte am Dienstag Pläne für eine erweiterte Kennzeichnung von Lebensmitteln vor, mit der Verbraucher besser für eine gesunde Ernährung informiert werden sollen. Verbraucherschützer fordern allerdings ein griffigeres Modell nach britischem Vorbild, bei dem Lebensmittel je nach Gehalt von Kalorien, Zucker oder Fett mit drei Farben gekennzeichnet werden. Nur eine solche prägnante Kennzeichnung wäre auch für Kinder verständlich, argumentieren sie.
Quelle: vitanet